Schlagwort-Archive: Richard III.

Der bucklige König vom Parkplatz (3): Isotope, Wein und eine verspätete Feier

Richard III. war unser allererstes Thema bei Skulptur kaputt und wurde in einer zweistündigen Sendung am Dienstag, den 02.06.2015 ausgestrahlt.

Man sollte nicht meinen, wieviel unsere Knochen auch noch Jahrhunderte später über unser Leben verraten. Zwar helfen sie uns weder dabei, herauszufinden, ob Richard III. nun seine Neffen umgebracht hat oder nicht, noch ob er wirklich die Worte „Ein Pferd, ein Pferd, mein Königreich für ein Pferd“ geäußert hat. Aber wir wissen jetzt, dass Könige offenbar mehr Fleisch zu sich nehmen als Dukes of Gloucester, und dass der junge Monarch entweder kräftig gefeiert hat oder allerhand Sorgen in Alkohol ertränken musste.

Wie um alles in der Welt finden wir so etwas heraus, wenn wir nichts haben als ein paar Knochen und Zähne?

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Der bucklige König vom Parkplatz (2): Die Ausgrabung

Richard III. war unser allererstes Thema bei Skulptur kaputt und wurde in einer zweistündigen Sendung am Dienstag, den 02.06.2015 ausgestrahlt.

Menschen haben die außergewöhnlichsten Hobbys. Die einen sammeln Kronkorken, die anderen züchten Vogelspinnen. Wieder andere spielen Radball und manche widmen ihre besten Jahre der Aufgabe, den Ruf eines mittelalterlichen Königs gerade zu rücken. Den Letztgenannten, der Richard III. Society, ist es zu einem guten Teil zu verdanken, dass 2012 ein ausgezeichnetes Jahr für die britische Archäologie wurde.

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Der bucklige König vom Parkplatz (1): Präludium

Richard III. war unser allererstes Thema bei Skulptur kaputt und wurde in einer zweistündigen Sendung am Dienstag, den 02.06.2015 ausgestrahlt.

Er war praktisch von frühester Kindheit an im Krieg, galt lange als verschollen und wurde über 500 Jahre nach seinem Tod ausgerechnet unter einer freien Parklücke in Leicester wiedergefunden – Englands vielleicht berühmtester Finsterling, König Richard III. Shakespeare hat aus ihm eine seiner unsympathischsten Dramengestalten gemacht; in zahlreichen Romanen und Verfilmungen wurde er mal als rücksichtsloser Mörder, mal als missverstandener Held und Opfer von posthumer Tudor-Propaganda dargestellt. Wie auch immer man dazu Position beziehen mag; ein friedliches Leben hatte er sicher nicht.

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