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Guédelon (2): Massen und Messen

Es ist schon ein Weilchen her, dass wir im Radio über Guédelon gesprochen haben. Währenddessen ging es auf dieser Baustelle aber voran: Langsam, aber stetig wachsen die Mauern, werden die Innenräume dekoriert und nähert sich die Burg ihrer Fertigstellung, die für das Jahr 2023 geplant ist.

Dass so ein Burgbau lange dauert und schwierig ist, liegt auf der Hand. Wie er sich aber zu gotischen Zeiten ganz genau abgespielt hat, kann man sich wohl kaum vorstellen, wenn man nicht selbst dabei war; genau das ist die Motivation hinter dem ganzen Projekt. Am Anfang stand die Frage „Wie haben die das gemacht?“ Und da man niemanden mehr fragen kann, der vor 800 Jahren dabei war, ist eine mögliche Antwort eben: „Probieren wir es aus!“

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Guédelon – Party like it’s 1228 (1)

Guédelon war unser zweites Thema bei Skulptur kaputt und wurde am 22.07.2015 um 18:00 ausgestrahlt.

Wenn ich mich dafür interessiere, wie man heutzutage beispielsweise einen Flughafen baut, kann ich die Baustelle besichtigen. Ich kann mit Menschen reden, die daran beteiligt sind, Pressestellen kontaktieren und mich vielleicht sogar zu eigens angebotenen Führungen anmelden. Über Einzelheiten und Probleme, die zum Beispiel der Brandschutz aufwirft, werde ich manchmal sogar ganz unfreiwillig informiert, indem ich einfach nur eine Zeitung aufschlage.

Wenn ich aber gerne wissen möchte, wie vor 800 Jahren eine Burg gebaut wurde, ist das schon wesentlich schwieriger – obwohl die Zahl solcher Anlagen allein in West- und Mitteleuropa fünfstellig ist (zum großen Teil existieren freilich, wenn überhaupt, nur noch Ruinen). Wir sind darauf angewiesen, das, was noch steht zu untersuchen und zeitgenössische Quellen zu befragen. Viele Fragen lassen sich so beantworten – wer veranlasste den Bau, woher kamen die Materialien, wieviele Menschen beherbergten die Gebäude, und so weiter.

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